Vor ein paar Wochen wusste noch niemand etwas über Leerverkäufe, bis diese von der Bafin plötzlich verboten wurden und die Medien das Thema schön ausführlich erklärt haben.
Das Prinzip noch einmal ganz einfach erklärt:
Ich leihe mir von jemanden eine Aktie. Diese Aktie besitzt beispielsweise einen Kurs von 200 Euro. Dabei verspreche ich, dass ich die Aktie nach 3 Monaten wieder zurück gebe. Jetzt verkaufe ich diese Aktie sofort und bekomme 200 Euro. Nach 3 Monaten liegt der Wert der Aktie nur noch bei 100 Euro. Damit ich die Aktie, wie vereinbart zurück geben kann, kaufe ich diese für den Kurs von 100 Euro. Macht eine Differenz von 100 Euro.
Wenn ich auf so einen fallenden Kurs gewettet habe, bin ich natürlich auch daran interessiert, dass es der Firma auch schlecht geht. Hier kommt nun das “bad mouthing” ins Spiel. Ich streue negative Gerüchte über diese Firma, damit der Kurs schön in den Keller geht.
Nun zur aktuellen Situation:
Der Münchener Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach das Unternehmen eine mögliche Mitschuld der Bundesregierung an der Vergrößerung der Liquiditätslücke von 35 Milliarden auf 50 Milliarden Euro prüfen lässt. Der Bericht der Onlineausgabe der Financial Times Deutschland sei falsch und ohne jede Substanz, teilte der Konzern am Mittwoch mit.
Hat hier vielleicht jemand auf sinkende Kurse gewettet oder ist das nur Zufall?