Sind offene Immobilienfonds auch von der Krise betroffen? Eigentlich nicht, ganz im Gegenteil, eigentlich sind diese die Gewinner der Finanzkrise. Aber was sollen nun die aktuellen Schlagzeilen. Siehe beispielsweise hier:
Zurück zu der Frage, was ist eigentlich ein offener Immobilienfonds. Eine genaue Definition liefert Wikipedia, aber kurz zusammengefasst hat ein offener Fonds in folgende Eigenschaften:
Also müssen Anleger keine Angst haben, dass es zu Kurseinbrüchen kommt, wie bei Aktien. Das Geld ist sicher.
Das Problem der offenen Fonds ist nun folgendes. Durch den Einbruch vieler Aktien ist es dazu gekommen, dass der Wert von Aktienportfolios stark gesunken ist. Nun haben unter dieser Problematik Aktienfonds zu kämpfen, welche auch in Immobilien (und dies in offene Immobilienfonds) investiert haben. Der Wert der Aktien hat stark abgenommen, jedoch haben sich diese Fonds oft verpflichtet nur begrenzt in Immobilien zu investieren. Da die Immobilienwerte konstant geblieben sind und die Aktien stark nachgelassen haben, ist nun oft ein zu großer Anteil in Immobilien investiert, weshalb aus diesem Bereich Werte abgestoßen werden.
Da jetzt zu viele institutionelle Anleger Anteile an offenen Immobilienfonds zurückgeben, reichen die liquiden Mittel der offenen Fonds nicht aus, weshalb der Fonds geschlossen wird. Da beispielsweise ein Einkaufszentrum nicht innerhalb von wenigen Stunden verkauft werden kann, braucht die Liquidierung der einzelnen Werte bei einem Immobilienfonds etwas länger.
Keine Panki! Es ist alles in Ordnung. Je nachdem, zu welchen Preis die einzelnen Immobilien liquidiert werden können, kann es zu geringen Kursgewinnen bzw. -verlusten kommen. Jedoch ist das Geld dort weiterhin sicher und größere Verluste (wie dies bei Aktien zu beobachten ist) sind nicht zu erwarten.